
Der Schweizerische Nationalpark ist eine streng geschützte, wilde Landschaft, in der Tiere und Pflanzen sich frei entwickeln und die Prozesse der Natur ihre Wirkung
entfalten können.
Was die Pioniere hier vor 100 Jahren geschaffen haben, ist heute ein wahres Schmuckstück: Es ist der erste Nationalpark der Schweiz und der
älteste in den Alpen. Laut Definition der Weltnaturschutzunion (UICN) zählt der Schweizerische Nationalpark zur höchsten Kategorie von Schutzgebieten (Strenges Naturreservat/Wildnisgebiet)
und spielt damit in der "Champions League" der Naturschutzgebiete. Dieser strenge Schutz des Gebiets ist bindend. Im Nationalpark darf man die Wege nicht verlassen,
keine Blumen pflücken, kein Gras mähen, keine Tiere töten oder Bäume fällen. Die Natur ist auf sich allein gestellt und nichts darf hier verändert werden. Es handelt
sich dabei um mehr als nur um Artenschutz: Der gesamte Lebensraum mit all seinen natürlichen Prozessen wird geschützt. Dazu gehören auch die entwurzelten Bäume, die
Lawinen und die zerstörerischen Erdrutsche. Diese umfassende und stimmige Philosphie ist ein zentrales Element seit der Gründung des Schweizerischen Nationalparks am
1. August 1914 und sie ist auch die Garantie für seinen künftigen Fortbestand und seine Entwicklung.